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Seit dem Herbst 1943 produzierte der von Magdeburg verlagerte Pumpenbaubetrieb der Junkers Flugzeug- und Motorenwerke AG in einer geräumten Baumwollspinnerei und weiteren Betriebsstätten in Lengenfeld. Der Rüstungs- betrieb fungierte dabei unter dem Tarnnamen „Leng – Werke“.

Im Oktober 1944 erfolgte die Einrichtung eines Außenlagers  des KZ Flossenbürg. Am 09.10 1944 erfolgte dazu die Überstellung von 800 Häftlingen aus dem KZ Flossenbürg. Während des gesamten Bestehens des Lagers in Lengenfeld wurden etwa 1000 Menschen zur Zwangsarbeit eingesetzt. Bis zur Räumung des Lagers und zum Antritt des „Todesmarsches“ waren 246 Häftlinge an den fürchterlichen Haftbedingungen zugrunde gegangen. 189 Tote wurden in Reichenbach / Vogtland begraben, 57 Tote auf dem Friedhof in Lengenfeld. Am 13. April 1945 gegen 20 Uhr wird das Konzentrationslager am Walkmühlen-  weg geräumt. Die etwa 700 gehfähigen Häftlinge erhalten ein Drei – Pfund – Brot und werden in ihren klappernden Holzschuhen die Lengenfelder Polenzstrasse entlanggetrieben. Die Evakuierung des Lagers und der beginnende Fußmarsch wird zum Todesmarsch für die meisten Häftlinge. Der Marsch geht über Rodewisch, Schönheide, Eibenstock, Johann- georgenstadt, Karlsbad (Karlovy Vary), Marienbad und endet am 26. April bei Pfraumberg ( Primda), etwa 25 km vor dem Stammlager Flossenbürg, mit dem Erschießen der letzten Häftlinge.

Auf dem Zementfußboden der ehemaligen Waschbaracke wurde am 7. Mai 1965 eine Gedenkanlage für die Opfer des Lagers sowie für die umgkommenen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter eingeweiht.

 

Neu gestaltete Gedenktafel auf dem ehemaligen Lagergelände. Darauf finden sich eine Lagerskizze und Informationen zum Lager. Diese Art der Information sollte beispiel-gebend für andere Orte sein.
Lagerskizze
Walkmühlenweg